Brainspotting ist eine ressourcen-, körper- und emotionsorientierte Methode, die dabei unterstützen kann, innere Prozesse bewusster wahrzunehmen und Belastungen zu verarbeiten. Sie basiert auf der Entdeckung, dass Blickrichtungen mit bestimmten Erfahrungen, Gefühlen und Körperempfindungen verbunden sein können und damit einen Zugang zu unbewusst gespeicherten Ressourcen eröffnen.
Im Rahmen der psychosozialen Beratung wird Brainspotting eingesetzt, um Menschen in herausfordernden Lebenssituationen zu begleiten, ihre Selbstwahrnehmung zu stärken und persönliche Entwicklungsprozesse zu fördern.
Ich gehöre zu den ersten Lebens- und Sozialberater*innen in Österreich, die von Brainspotting Austria (Monika Baumann) ausgebildet wurden.
Welche Problemstellungen können mit Brainspotting bearbeitet werden?
Im Kontext der Lebens- und Sozialberatung kann Brainspotting insbesondere für die Bearbeitung von belastenden Erfahrungen, Ängsten, emotionalen Blockaden oder Trauer eingesetzt werden.
Fragen & Antworten zur Begleitung
Wie funktioniert Brainspotting?
Die Brainspotting-Methode geht davon aus, dass belastende Erfahrungen über das Ansteuern spezifischer Blickpunkte aktiviert und besser bearbeitet werden können. Während der Sitzung ermitteln wir diesen individuellen Blickpunkt gemeinsam. Das tun wir, indem wir beobachten, welche Augenposition Empfindungen und Reaktionen in Bezug auf die Problemstellung, die Sie mitbringen, auslöst bzw. verändert.
Ist der passende Brainspot gefunden, bleibt der Blick für einige Zeit auf diesem Punkt ruhen. Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit auf das, was Sie im Inneren wahrnehmen. Das (Erinnerungs-)Material, das im Rahmen des Prozesses auftauchen kann, wird schließlich zum Ausgangspunkt für die weitere Auseinandersetzung im Rahmen der psychosozialen Begleitung.
Muss ich über alles, was ich im Rahmen der Sitzung erinnere oder empfinde, ausführlich sprechen?
Nicht unbedingt. Sie entscheiden selbst, wie viel des Wahrgenommenen Sie mitteilen möchten. Meine Praxis bietet einen geschützten Raum für die Auseinandersetzung mit Ihrer Problemstellung.
Funktioniert Brainspotting bei jedem Menschen gleichermaßen?
Nicht alle Menschen sprechen gleichermaßen auf die Methode an. Ob dieser Zugang Sinn macht, kann nur individuell geklärt werden.
Wie lange dauert eine Brainspotting-Sitzung?
Eine Brainspotting-Session dauert zwischen 60 und 90 Minuten. Mitunter kann es sinnvoll sein, nach der Sitzung eine kurze Pause einzulegen, ehe Sie sich wieder dem Alltag widmen.
Ist Brainspotting sicher?
Brainspotting ist eine achtsame und ressourcenorientierte Methode, die Raum für innere Prozesse schafft. Dabei kann es vorkommen, dass Gefühle, Erinnerungen oder Körperempfindungen vorübergehend intensiver wahrgenommen werden als im Alltag.
Deshalb ist mir ein sicherer und geschützter Rahmen besonders wichtig. Als von Brainspotting Austria ausgebildete Lebens- und Sozialberaterin begleite ich Sie einfühlsam und professionell durch den gesamten Prozess.
Ist Brainspotting eine Art Hypnose?
Nein. Brainspotting ist keine Form von Hypnose. Denn während der Sitzung sind Sie wach und im bewussten Kontakt mit sich selbst und Ihrer Umgebung. Die Kontrolle geben Sie dabei niemals ab: Sie entscheiden selbst, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit richten, ob Sie Pausen einlegen oder den Prozess ganz beenden wollen.
Brainspotting nutzt vielmehr die Verbindung zwischen Blickrichtung, Körperwahrnehmung und innerem Erleben. Ziel ist es, den Zugang zu eigenen Ressourcen zu fördern und belastende Themen in einem sicheren, achtsam begleiteten Rahmen zu reflektieren und zu bearbeiten.
Wie viele Sitzungen sind erforderlich?
Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, kann nur individuell bestimmt werden.
Wo kann ich mehr über Brainspotting erfahren?
Brainspotting Austria bietet auf seiner Website zahlreiche Ressourcen, um sich ein umfassenderes Bild der Methode zu machen.
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